|
|
|
Willkommen im Tratsch- und Beziehungsforum Beziehungs-Kiste.net! Hier geht es um Partnerschaften, die Beziehungen von Mensch zu Mensch sowie den Alltag in der Beziehung, Ehe und Familie mit all ihren wunderbaren und schönen, aber auch sorgenvollen und traurigen Seiten. Wenn Du einfach ein bisschen quatschen möchtest, oder Rat und Hilfe in einer Beziehung suchst oder geben möchtest, dann bist Du hier goldrichtig!
Du betrachtest das Forum derzeit als Gast und hast damit nur eingeschränkten Zugriff. Die Registrierung ist einfach, schnell und vor allem kostenlos, also einfach anmelden! Falls es dabei Probleme gibt, kontaktiere uns bitte.
|
| Verzweiflungsforum Du bekommst kein/e Freund/in? Du weißt nicht wie du den ersten Schritt machen sollst? Das alles behandeln wir hier ausführlich, damit auch Du bald ein/e Freund/in an deiner Seite hast. |
04.12.2011, 12:02
|
#1
|
|
Erfahrener Benutzer
BK-Mitglied
Registriert seit: 30.11.2011
Beiträge: 126
Abgegebene Danke: 2
Erhielt 25 Danke für 22 Beiträge
|
Das Zuhören und Schweigen
Hallo an alle,
Tuckerzoertchen, sorry für den Guttenberg
Ich möchte euch hier um einen Rat bitten.
Es geht auch um das Schweigen, aber eher in den zwischenmenschlichen Beziehungen.
Ich bin ein zurückhaltender Mensch, eigentlich scheu und vorsichtig.
Privat und in meiner Arbeit bin ich nicht der Erzähler-Typ.
Ich schweige natürlich nicht, ich höre aber lieber den anderen zu und zeige auch mein Interesse für dessen Problemen und Geschichten. Es wird schon gern gesehen, wenn man die Aufmerksam zeigt und zuhört.Das mache ich natürlich gerne und ungezwungen.
Es läuft alles gut, so lange sich in dem Gespräch um die
Angelegenheiten des Gesprächpartners handelt. In dem Moment, wenn ich doch selbst etwas von mir erzählen will, verspüre ich (zumindest subjektiv) das Desinteresse  Das ganze ist natürlich wie ein Teufelskreis, ich unterhalte mich immer weniger, ziehe mich zurück und mutiere zu einem Außenseiter. Ich mache mir oft Gedanken, woran es liegen könnte. Muss man sich unbedingt immer im Vordergrund stellen um Aufmerksamkeit zu wecken? Vielleicht ist meine Körpergröße schuld, (bin kein Riese  ), vielleicht hat meine Stimme nicht genug Tiefe?
Ihr lacht bestimmt…was?
Möchte auch erwähnen, dass die deutsche Sprache nicht meine Muttersprache ist, ich mache schon mal Fehler bei der Aussprache,
ich denke aber, mit bisschen Konzentration kann man mich gut verstehen. Außerdem habe ich das Problem auch mit eigenen Landsleuten.
Ich habe mir immer einen Freund oder zumindest einen Gleichgesinnten gewünscht, jemanden der sich auch bisschen
für mein Leben und mein Empfinden intressieren würde.
Bis jetzt hatte ich wenig Glück auf der Suche.
Was soll ich machen, soll ich arroganter auftreten, die anderen
mehr ignorieren,übertriebenes Selbstbewustsein zeigen,
...ist doch nicht meine Art.
Wie ist euere Meinung?
|
|
|
04.12.2011, 13:24
|
#2
|
|
Maravilla
BK-Team
Registriert seit: 05.12.2010
Ort: Schwarzenbek
Alter: 22
Beiträge: 819
Abgegebene Danke: 25
Erhielt 156 Danke für 148 Beiträge
|
AW: Das Zuhören und Schweigen
Bitte eigene Probleme immer in ein seperaten Thread schreiben.
Habe das mal schnell für dich gemacht
lg El Nino
__________________
Es gibt nicht nur schwarz und weiss, du musst auch die Grauschattierungen dazwischen sehen.
Alles Schlechte hat irgendwo etwas gutes, auch wenn wir dies erst später bemerken.
Freunde sind wie Sterne...Man sieht sie nicht immer, aber sie sind immer da.
Helfende User wünschen sich häufiger ein Dankeschön, nicht nur ich
|
|
|
04.12.2011, 13:44
|
#3
|
|
Erfahrener Benutzer
BK-Mitglied
Registriert seit: 30.11.2011
Beiträge: 126
Abgegebene Danke: 2
Erhielt 25 Danke für 22 Beiträge
|
AW: Das Zuhören und Schweigen
Hallo El Nino,
habe verstanden  …danke
Gruß
Tomek
|
|
|
04.12.2011, 17:23
|
#4
|
|
Puckerzuppe
BK-Team
Registriert seit: 20.03.2008
Alter: 38
Beiträge: 2.087
Abgegebene Danke: 115
Erhielt 394 Danke für 355 Beiträge
|
AW: Das Zuhören und Schweigen
Hi Tomek,
das Aussenseitergefühl kenne ich nur zu gut aus Jugendzeiten. Allerdings war ich selbst verantwortlich dafür. Auf Menschen zuzugehen fiel mir wegen meines Übergewichts nicht leicht. Ich hatte Komplexe, was man meiner Körpersprache auch deutlich ansah und sich in meinem Verhalten auch widerspiegelte.
Heute hab ich immer noch Übergewicht, bin aber alles andere als ein Außenseiter. Einfach, weil ich es nicht mehr als Ausrede dafür benutze, mich zurückzuziehen. Klar begegne ich auch oft Vorurteilen, aber ich störe mich nicht daran. Wer mich aufgrund einer einzigen Eigenschaft in eine Schublade steckt und gar nicht erst versucht, seine eigenen Ressentiments abzubauen, der ist mir auch viel zu engstirnig und geistig beschränkt, als dass mir seine Anerkennung etwas wert wäre.
Seit Jahren habe ich nicht mehr das Problem, dass mir keiner zuhört. Ich habe einen kleinen, aber sehr feinen Freundeskreis, einen recht großen Bekanntenkreis und bin im Kollegenkreis nicht nur voll akzeptiert, sondern auch beliebt. Nicht selten bin ich diejenige, die eine ganze Gruppe mit Kommentaren und Ankedoten zum Lachen bringt. Das passiert einfach, da dränge ich mich nicht rein. Und mein Übergewicht ist dabei scheißegal.
Aufgrund meiner Erfahrung schätze ich Deine Situation ähnlich ein, nur dass Dein vorgeschobenes Handicap nicht Dein Gewicht, sondern Deine Körpergröße ist und evtl. Dein Akzent. Wobei ich mir das bei Deinem Schriftbild, das deutlich besser ist als bei vielen Muttersprachlern, kaum vorstellen kann.
Daher mein Rat an Dich: hadere nicht damit, dass Dir die Gene nicht mehr Höhe mitgegeben haben, sondern finde Dich damit ab, richte Dich körperlich und seelisch auf und scheiß auf die Leute, die Dich wegen Deines Akzents oder Deiner Körpergröße ablehnen.
Das geht.
__________________
"Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe." - René Descartes
|
|
|
04.12.2011, 19:12
|
#5
|
|
Christkind
BK-Team
Registriert seit: 10.05.2011
Beiträge: 655
Abgegebene Danke: 28
Erhielt 110 Danke für 105 Beiträge
|
AW: Das Zuhören und Schweigen
Ich glaube, was Tomek meint, ist dass er zusätzlich zu Äußerlichkeiten, die Ursache sein KÖNNTEN, ein Problem in Gruppen und bei Gesprächen hat, das mehr von innen raus kommt.
Bei mir ist es z.B. so, dass ich zu sachbezogenen Themen immer was sagen kann und was beisteuere. Aber wenn es um Witze geht, um Spaß haben und lustig sein, um "zwischenmenschlichen nicht allzu sachbezogenen" Smalltalk, dann fällt mir einfach nichts ein. Da empfinde ich mich als total langweilig. Ich sag dann immer: reicht doch, wenn die anderen witzig sind, ich hör zu und amüsier mich. Es fällt leider aber immer so auf, dass die Leute mich ansprechen ob ich nicht auch mal was sagen will. Oder: erzähl doch mal was aus DEINEM Leben. Und dann steh ich da und krieg kein Wort raus.
Und weil ich mich so langweilig empfinde, glaube ich auch, dass sich eh keiner für MEINE Geschichte(n) interessiert.
Habe übrigens wie Tomek auch, keine beste Freundin/besten Freund, wo man über alles reden kann und sich ungezwungen verhalten kann. Zumindest niemand außerhalb meiner Beziehung...
Mir ist es bisher nicht gelungen, obwohl ich jetzt nicht verklemmt und auf den ersten Blick langweilig bin, da rauszukommen.
Jemand zu finden, mit dem ich auch über Probleme reden kann, ist mir eigentlich erst in diesem Forum gelungen...
__________________
When nothing goes right, go left.
|
|
|
04.12.2011, 19:43
|
#6
|
|
Puckerzuppe
BK-Team
Registriert seit: 20.03.2008
Alter: 38
Beiträge: 2.087
Abgegebene Danke: 115
Erhielt 394 Danke für 355 Beiträge
|
AW: Das Zuhören und Schweigen
Aber genau diese innere Einstellung meine ich doch auch. Ob es jetzt das Gewicht ist, ein Akzent oder dass man sich langweilig findet, ist dabei doch recht egal. Wenn man ein Problem mit sich selbst hat, wirkt sich das auf die Persönlichkeit aus.
Wenn man sich von dem Gedanken verabschiedet, möglichst vielen Menschen gefallen zu wollen oder nicht anzuecken oder nicht aufzufallen, dann gewinnt dieser Prozess eine Eigendynamik. Ich persönlich finde auch Menschen interessanter, die Ecken und Kanten haben und ein gutes Verhältnis zu genau diesen Ecken und Kanten haben.
Um mal Beispiele zu nennen: Thomas Gottschalk und Wolfgang Lippert. Der eine ist laut, oft schlecht vorbereitet, hat seit 30 Jahren eine Frisur, die noch nie modern war, eine viel zu große Nase, ist meistens unmöglich gekleidet, bekommt ständig schlechte Kritiken, hat in den 80ern ein paar grausam schlechte Filme gedreht und schämt sich kein Stück für auch nur eine einzige dieser Eigenschaften, sondern kokettiert noch damit, was für andere eine Schwäche wäre und kann sich selbst hervorragend auf die Schippe nehmen. Er gehört seit Jahrzehnten zu den beliebtesten Persönlichkeiten im deutschsprachigen Raum. Wolfgang Lippert hingegen ist aalglatt und ansonsten fällt mir zu ihm keine Eigenschaft ein, ausser dass er zu den unbeliebtesten Moderatoren Deutschlands gehört. Der eine ist eine echte Persönlichkeit, der andere ein Typ, der nie richtig beim Publikum angekommen ist.
Klar kommt man ohne Ecken und Kanten auch durch's Leben, aber das birgt auch die "Gefahr", als unverbindlich und langweilig wahrgenommen zu werden. Und wer sucht schon gezielt nach solcher Gesellschaft?
__________________
"Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe." - René Descartes
|
|
|
04.12.2011, 20:11
|
#7
|
|
Christkind
BK-Team
Registriert seit: 10.05.2011
Beiträge: 655
Abgegebene Danke: 28
Erhielt 110 Danke für 105 Beiträge
|
AW: Das Zuhören und Schweigen
Aber eben das ist das Problem. Es gibt Leute mit Ecken und Kanten, die z.T. noch nicht mal gut ausschauen, die scheren sich einen Dreck drum, was man von ihnen denkt und die kommen gut an.
Ich jetzt mal (ohne dass ich Tomek seinen Thread wegnehmen will, aber vielleicht geht's ihm genauso) bin ne nette und freundliche und das will ich auch bleiben. Ich bin sehr harmoniebedürftig, das bin ich und da steh ich dazu. Ich scher mich aber auch einen Dreck drum, was andere denken, es liegt also nicht daran, dass ich mich nicht traue was zu sagen, weil ich nicht blöd dastehn will wenn es nicht "gut genug war". Mir fällt einfach nichts ein. Black out. Rot werd. Im Boden versinken will. So in der Art.
__________________
When nothing goes right, go left.
|
|
|
04.12.2011, 20:31
|
#8
|
|
Puckerzuppe
BK-Team
Registriert seit: 20.03.2008
Alter: 38
Beiträge: 2.087
Abgegebene Danke: 115
Erhielt 394 Danke für 355 Beiträge
|
AW: Das Zuhören und Schweigen
Der Satz
Zitat:
Zitat von kathrin007
Ich bin sehr harmoniebedürftig, das bin ich und da steh ich dazu.
|
passt überhaupt nicht zu dem
Zitat:
Zitat von kathrin007
Ich scher mich aber auch einen Dreck drum, was andere denken,
|
Ich für meinen Teil hab es auch am liebsten harmonisch um mich herum. Aber wenn einer versucht, mir die Butter vom Brot zu nehmen, bin ich von jetzt auf gleich auch konflitkbereit. Und wenn ich mich an Deine Threads erinnere, in denen es noch um Deinen Ex ging, dann bin ich sicher, dass eben gerade diese Konfliktscheue Dich selbst manchmal geärgert hat. Überleg mal, wie lange es gedauert hat, bis Du einen Schlußstrich unter die Sache ziehen konntest. Ich habe von Dir einen viel diplomatischeren Eindruck als von de facto oder mir beispielsweise. Und wenn ich einen Eindruck nicht von Dir gewonnen habe, dann, dass es Dir egal ist, was andere denken.
Sicher, ich gehe auch grundsätzlich freundlich und offen auf andere Menschen zu, aber ich lasse nicht zu, dass man meine persönlichen Grenzen überschreitet. Ich kann mich aber daran erinnern, dass das bei Deinem Ex und manchmal auch bei Deiner älteren Tochter durchaus der Fall war und Du das mit Deinem Harmoniewunsch begründet hast.
Versteh mich bitte nicht falsch; ich will Dich nicht angreifen. Dass Du Dich einen Dreck darum scherst, was andere von Dir denken, passt nur so überhaupt nicht zu dem Eindruck, den Du zumindest mir hier von Dir vermittelt hast. Und damit meine ich nicht Dein Verhalten hier im Forum, denn das ist durchaus auch mal resolut, sondern vielmehr den Inhalt dessen, was Du über Dein reales Leben ausserhalb der BK preis gibst. Sollte ich mich täuschen, lasse ich mich gerne eines besseren belehren.
__________________
"Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe." - René Descartes
|
|
|
04.12.2011, 21:38
|
#9
|
|
Christkind
BK-Team
Registriert seit: 10.05.2011
Beiträge: 655
Abgegebene Danke: 28
Erhielt 110 Danke für 105 Beiträge
|
AW: Das Zuhören und Schweigen
Gut, du hast Recht, TZ, ich mache mir nur vor, dass ich mich einen Dreck drum schere, was andere denken. In der Realität will ich einfach nur gemocht werden. Ha, wer will das nicht. Da manche Dinge aber nicht so laufen, wie man sich das vorstellt, habe ich mir ein Mäuerchen gebaut, hinter das ich mich manchmal zurückziehe. DANN interessiert es mich tatsächlich nicht mehr, was andere denken. Und diese Mauer ist auch da, wenn ich mich in die Enge gedrängt fühle in Gesprächen.
Aber lassen wir das, das ist Tomeks Thread
__________________
When nothing goes right, go left.
|
|
|
04.12.2011, 21:46
|
#10
|
|
Puckerzuppe
BK-Team
Registriert seit: 20.03.2008
Alter: 38
Beiträge: 2.087
Abgegebene Danke: 115
Erhielt 394 Danke für 355 Beiträge
|
AW: Das Zuhören und Schweigen
Wenn Du den Sarkasmus weniger defensiv, sondern eher trocken formulierst, dann kannst Du problemlos jeden Smalltalk interessant machen
Ich wollte Dich nicht in eine Ecke drängen. Ehrlich nicht.
__________________
"Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe." - René Descartes
|
|
|
|
Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)
|
|
|
| Themen-Optionen |
Thema durchsuchen |
|
|
|
| Ansicht |
Linear-Darstellung
|
Forumregeln |
|
HTML-Code ist aus. |
|
|
Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 03:29 Uhr.
Beziehungs-Kiste.net - Tratschforum für Paare, Singles & Familien
|
|