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28.09.2011, 15:10
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#1
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Neuer Benutzer
BK-Mitglied
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Er Arbeit, Sie Hartz IV und Zwangserkrankt
Hallo Leute,
manchmal ist es einfach zum Haare raufen und deshalb bin ich auch hier. Ich bin neu, bin männlich 41 Jahre und seit Mai 2010 mit einer Frau zusammen, die durch ihre Zwangserkrankung (kurz: alles so genau machen, dass es ewig dauert) nicht arbeiten kann. Wir haben uns auf Grund meiner Anzeige in der Zeitung kennengelernt und sind schon ein gutes Stück voran gekommen bez. Behandlung ihres Zwanges. Sie ist sehr an ihre Mutter gebunden und möchte am liebsten alles zuerst mit ihrer Mum besprechen, dass schon auch noch ein Thema, dem sie sich jedoch auch schon widmet. Das merke ich auch und erkenne es auch an. Das Thema ist jedoch ein anderes: Wir lieben uns wirklich sehr und ich begleite sie auch ab und zu zur Therapie. Sie brachte eine inzwischen 3- jährige Tochter mit in die Beziehung um die ich sehr kämpfen musste, da der Vater mit den Umständen der Beziehung zu meiner Partnerin, ich behaupte hauptsächlich des Zwanges wegen durchgedreht ist und das Kind traumatisiert ist. Da sie Hartz IV Empfänger ist, steht ein Zusammenzug nicht zur Debatte, weil die dann entstehende Bedarfsgemeinschaft mein Gehalt überlasten würde. Dazu kommt, dass vor einer Woche unser gemeinsamer Sohn zur Welt kam. Ich bin sehr glücklich darüber, jedoch ist ihre 2 RW jetzt definitiv zu klein für uns 4. Sie wohnt in einem kleinen Dorfstädtchen mit nur wenigen Hartz IV- fähigen Wohnungen aber mit der "Mutti" ganz in der Nähe. Ich in einer Großstadt mit einem guten Angebot an Sozialwohnungen. Ich rede nun schon seit einem halben Jahr aber sie ist nicht zu bewegen, aus dem Dorf wegzuziehen, weil ihre Mutter mal geäußert hat, dass sie nur fussläufig helfen möchte und keine weiten Fahrten auf sich nehmen möchte. Wir reden hier von ca. 15km. Ich bin nun total verzweifelt, weil wir mit dem Neugeborenen zusammen im WZ hausen, ich seit Tagen nicht schlafe und sie keinen Handlungsbedarf sieht. Die 3- jährige schläft im SZ (KZ umgerichtet nach langem Reden)
Sieht hier jemand sinnvollen Rat was ich tun kann? Bitte keine Trennungsvorschläge, davon habe ich schon einen Sack!
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28.09.2011, 15:47
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#2
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Puckerzuppe
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AW: Er Arbeit, Sie Hartz IV und Zwangserkrankt
Wenn sie nicht wegziehen möchte und Du mit diesen Wohnverhältnissen nicht klar kommst, welche Alternative bleibt denn?
Die einzige Idee, die ich hätte, wäre, dass Du Dir in der Nähe (also fußläufig für die Mama) eine so schöne 4-Zimmer-Wohnung suchst, dass Deine Freundin von selbst den Wunsch verspürt, zu Dir zu ziehen und Du auch noch die Argumente hinsichtlich des Wohles der Kinder auf Deiner Seite hast (jedes Kind ein eigenes Zimmer).
Nachteil ist halt, dass sie sich effektiv nicht an der Miete beteiligen kann. Es sei denn, sie lässt sich die Berufsunfähigkeit attestieren und beantragt eine nicht kürzbare BU-Rente. Das ist meistens für 3 Jahre befristet und kann dann ggf. verlängert werden, sofern sie dann immer noch nicht in der Lage ist, einen Beruf auszuüben.
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"Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe." - René Descartes
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Folgender Benutzer sagt Danke zu Tuckerzoertchen für den nützlichen Beitrag:
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28.09.2011, 16:32
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#3
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Neuer Benutzer
BK-Mitglied
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AW: Er Arbeit, Sie Hartz IV und Zwangserkrankt
Hallo, also erstmal vielen Dank, das ist ja mal wenigstens ne Idee. Die Frage ist nur, was ist, wenn sie das nicht tut? Die Wohnung dürfte für einen Verdiener, der Unterhalt zahlt sehr teuer sein denn offiziell wohne ja nur ich drin. Hast du vielleicht noch ne andere Idee, z.B. wie ich sie überzeugen könnte, sich endgültig auf mich einzulassen? Zur Info: Ich arbeite in einem Internat als Erzieher und somit meist 13:00 - 22:00 Uhr also meist Abends nicht da ist natürlich ungünstig für eine Familie. Ich denke dennoch, dass Omi kommen würde, weil sie es nicht aushält.
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28.09.2011, 16:51
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#4
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Puckerzuppe
BK-Team
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AW: Er Arbeit, Sie Hartz IV und Zwangserkrankt
Ich hab hier leider keine Fernbedienung, mit denen ich Befindlichkeiten und Einstellungen anderer Menschen auf die Schnelle ändern kann.
Das einzige, was ich Dir noch sagen kann, aber das weißt Du sicher längst: Du kannst einen anderen Menschen nicht ändern. Du kannst immer nur Dein eigenes Verhalten ändern und hoffen, dass es einen Effekt hat.
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"Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe." - René Descartes
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28.09.2011, 19:19
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#5
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Christkind
BK-Team
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AW: Er Arbeit, Sie Hartz IV und Zwangserkrankt
Hast du schon mal direkt mit ihrer Mutter geredet?
Auch schon mal ohne das Beisein deiner Freundin?
Vielleicht ist sie ja doch umgänglicher, als du derzeit denkst,
gerade im Hinblick auf das Wohl ihrer Enkel.
Wie ist denn das Dorf, in dem sie wohnt, an deine Stadt mit dem öffentlichen Nahverkehr angeschlossen? Wie weit wäre da die Fahrzeit?
Vielleicht kannst du ihr anbieten, sie gelegentlich vor deinem Dienst abzuholen und in die (neue) Wohnung zu bringen...
Bei deiner Freundin stellt sich mir die Frage: wie lange hat sie diese Zwangserkrankung schon? Ich finde die Sache mit der Berufsunfähigkeit von TZ sehr interessant. Klar muss deine Freundin dazu bereit sein, aber vielleicht kannst du ja schon mal Infomaterial besorgen und ihr hinlegen. Vielleicht ist der finanzielle Aspekt gar nicht so schlecht. Und es gäbe keine Hindernisse, zusammenzuziehen.
Bekommt sie für ihr erstes Kind aus ihrer Vorbeziehung Unterhalt vom Ex?
Und Kindergeld gibt es ja auch noch...
Also: ich würde erstmal nochmal alles durchrechnen.
Und mit ihr über alles sprechen.
Sie kann doch nicht die Augen davor verschließen, dass auch das Baby größer und älter werden wird und mehr Platz braucht und früher oder später auf jeden Fall wohnungsmäßig was passieren muss.
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