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Liebe, Sex und Zärtlichkeit Liebe, Sex und Zärtlichkeit spielen in einer Beziehung eine "sehr" wichtige Rolle! Egal ob nur eine Berührung, ein Kuss, ein bisschen Knuddeln oder auch das Schnackseln :). Wenn Du magst kannst Du hier auch von Deinen persönlichen Erfahrungen berichten!

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Alt 03.02.2012, 17:56   #1
Piwie
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Erektionsstörungen

Hallo.
Nun muß ich mich mal ein bißchen outen.
Seit ein paar Monate habe ich eine neue Beziehung und wir haben beide das Gefühl: Das isses.

Es gibt leider einen kleinen Haken und ich habe hier so viele feinfühlige Beiträge gelesen, daß ich mich mal trauen möchte, euch von meinen Ängsten zu berichten.

Mein Partner hat Erektionsprobleme. So wie er sagt, hatte er diese Probleme schon vorher, erstmalig tauchten sie wohl in seiner letzten, langjährigen Beziehung auf. Seine Exfreundin hat ihm wohl zum Abschied dann noch mal mit auf den Weg gegeben, daß er nur für Sex zu gebrauchen gewesen sei und seitdem gibt es da ein Problem.

In meiner längsten und wichtigsten Beziehung wurde das Thema Sex sehr offen behandelt. Ich bin da ziemlich straight unterwegs und mein Partner hat mir nach dem ersten Mal gesagt, daß ich ihm da zu "fordernd" sei. Und er deshalb "keinen hochgekriegt" hätte. Er hat dann auch noch ein paar launige Sprüche gemacht. Z.B. "ist Dir das schon öfter passiert?". Seitdem arbeite ich daran ihm die Führung zu überlassen. Wir nähern uns jetzt sehr langsam an. Aber wenn ich dann spüre, daß sich bei ihm was tut, hab ich schnell im Kopf "los jetzt, so lange es noch geht".
Ziemlich egoistisch und ungeduldig, ich weiß. Aber daran arbeite ich.

Dieser Mann bedeutet mir sehr, sehr viel und ich würde ihn niemals deswegen verlassen. Er kann mit allen anderen Körperteilen extrem gut umgehen, so daß mir die Penetration nicht so wichtig ist, aber trotzdem fehlt uns beiden was. Wir reden zwischendurch immer mal wieder darüber. Es hat sich aber auch schon viel verändert und mittlerweile hatten wir ein paar Mal Sex.

Aber es ist noch weit davon entfernt, daß man es als "normal" bezeichnen kann. Es klappt nur, wenn ich oben sitze und dann eben auch nur manchmal bis zum Schluß. Kommt auch vor, daß er beim Sex die Erektion verliert.

Zwischendurch hat er mal in Gesprächen angedeutet, daß ich ihn unter Druck setze, obwohl er mir vorher erzählt hatte, daß es in seiner letzten Beziehung Probleme gab und er deshalb die letzten Jahre keine sexuellen Kontakte hatte. (Einen "gescheiterten" ONS hat es noch gegeben). Ich setze ihn keineswegs tatsächlich unter Druck, sondern für mich wäre es auch vorstellbar eine Weile ganz auf Sex zu verzichten bis er sich sicherer ist, daß es nicht nur um seinen Körper geht.

Aber er will gar nicht pausieren und liebt es mich zu berühren und darauf reagiert mein Körper dann halt auch.

Durch seine Sprüche hatte ich zwischendrin dann echte Selbstzweifel. So nach dem Motto "bin ich nicht attraktiv genug?". Hat es bei den anderen geklappt? Wenn ja, warum nicht bei mir?
Dadurch, daß er sich da auch selber ein bißchen wiedersprochen hat, war mir zu Anfang nicht so klar, ob das ein Phänomen zwischen uns ist oder ein Phänomen, daß er schon länger hat. Offensichtlich ist das Letztere der Fall. Er hat mir sehr deutlich gesagt, daß er mich absolut attraktiv findet und das keineswegs der Grund des Problems sei.

Aber als Frau braucht es schon ein großes Selbstbewusstsein, um mit so einer Situation souverän umzugehen. Zumal er die letzten Monate vlt drei Orgasmen hatte und ich doch auch möchte, daß er eine erfüllte Sexualität hat.

Gibt es hier jemanden, der mir "gute Ratschläge" erteilen kann? Ich möchte ihm keinen Druck machen, er turnt mich aber dermaßen an, daß das gar nicht so leicht ist da nicht irgendwie fordernd rüberzukommen. Ich möchte ihm einfach nur nahe sein.

Achso. Ein großes Problem waren Kondome. Die brauchten wir nur in die Hand zu nehmen, schon hatte sich das mit der Erektion erledigt. Nun verhüten wir nicht mehr damit und das hat ein bißchen Besserung gebracht.

Im Moment versuche ich mich zurückzuhalten. Das heißt, wenn ich spüre, daß sich was tut, werfe ich mich nicht auf ihn, sondern ich lasse ihn die Situation steuern.

Wir führen ansonsten eine tolle Beziehung mit sehr viel Nähe und Zärtlichkeit. Und doch beschäftigt mich dieses Thema.

Und nun hoffe, daß meine Ausführungen nicht zu konfus sind und ihr mir noch folgen könnt.

Achso. Wir führen im Moment eine Fernbeziehung, d.h. wir sehen uns nur am We. Falls es für euch irgendwie wichtig zu wissen scheint.
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Alt 03.02.2012, 18:52   #2
.Maja.
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AW: Erektionsstörungen

Liebe Piwie,

leider habe ich keine konstruktive Antwort parat.
Aber ich kann dich sehr gut verstehen. Auch mein Freund und ich führen eine tolle Beziehung, mit dem Sex sieht es jedoch ganz anders aus. Ich möchte ihn, am liebsten täglich, nur er will oder kann nicht. Und er weiß nicht woran das liegt.

Hast du mal versucht ihn so lange scharf zu machen, bis er nicht mehr kann? Vielleicht hilft ihm das.

Viele Grüße,
.Maja.
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Piwie (03.02.2012)
Alt 03.02.2012, 19:50   #3
Piwie
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AW: Erektionsstörungen

Hallo - danke für Deine liebe Antwort. Mmh. Nee, irgendwie hab ich das Gefühl, daß ich gar nicht so richtig weiß, was ihn scharf macht. Also ich sag mal so - ich finde es schwierig das herauszufinden, wenn er keine Erektion bekommt. Wir küssen uns sehr viel und das erregt ihn schon auch, glaube ich, aber er neigt dazu, sich dann eher um mich zu "kümmern". Ich geb auch zu, daß ich es ein komisches Gefühl finde, an einem nicht erigierten Penis so lange rumzufriemeln. Und streicheln und Co da probier ich gerade aus, was er mag und was nicht. Aber der Effekt ist bislang immer eher mau.
Auf meine Frage was er mag, hat er gesagt, daß ich schon alles gut mache. Hab nachgefragt, ob es irgendwas gibt, daß ihn irgendwie besonders anmacht, aber da hat er drauf geantwortet daß es da nichts gibt.
Wenn er dann von irgendwelchen Affären erzählt und von dem leidenschaftlichen Sex, den er da hatte, krieg ich schon ein bißchen Bammel, daß er sich deshalb von mir trennt....
Merk gerade, daß ich echt Verlustängste habe.
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Alt 03.02.2012, 19:50   #4
Tuckerzoertchen
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AW: Erektionsstörungen

Hi Piwie,

war Dein Freund denn deswegen schonmal beim Arzt?

Es ist ja auch möglich, dass es kein Kopfproblem ist, sondern ein körperliches, dem man evtl. entgegen arbeiten kann.
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"Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe." - René Descartes
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Alt 03.02.2012, 20:02   #5
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AW: Erektionsstörungen

Hallo Tuckerzoertchen.
wir sind ja noch ganz am Anfang der Beziehung, deshalb möchte ich da etwas behutsam vorgehen. Er hat aber gesagt, daß es kein biologisches, sondern ein Kopfproblem ist. Wenn ich dieses Thema immer anschneide, wenn wir uns sehen, hätte ich einfach Angst, daß ich den Druck noch erhöhe. Normalerweise fänd ich es auch gut, wenn er körperliche Ursachen ausschließen lassen würde, aber ich finde dieses Thema wirklich schwierig. Hab gerade das Gefühl, daß ich darüber besser nicht zu viel reden sollte.
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Alt 03.02.2012, 20:09   #6
Tuckerzoertchen
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AW: Erektionsstörungen

Das kann ich verstehen.

Wer leitet denn den Sex ein bei Euch? Macht er das auch oder bist Du meistens die, die den ersten Schritt macht?
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Alt 03.02.2012, 20:44   #7
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Mmh. Es war wohl so, daß ich in der Vergangenheit etwas aktiver war, das versuche ich gerade zu ändern. Also ich versuche ihm die Führung zu übergeben, weil er gesagt hat, daß ich ihm zu "fordernd" sei.
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Alt 03.02.2012, 21:02   #8
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AW: Erektionsstörungen

Das wäre auch meine "Taktik". Ich mag es eigentlich nicht, Taktiken anwenden zu müssen, aber manchmal führt kein Weg daran vorbei.

Wenn Du auch ohne Penetration auf Deine Kosten kommst, dann setz ihn wirklich nicht weiter unter Druck. Geh darauf ein, wenn er den Anfang macht und versuch, eher passiv zu sein und ihn nicht aktiv zu stimulieren. Lass Dich "bedienen" und geniess es.

Ich weiß, man will eigentlich immer irgendwas zurückgeben, gerade wenn man sexuell recht offen und gerne aktiv ist. Aber das setzt voraus, dass der Partner auch gerne nimmt. Und genau das scheint bei Deinem Freund ja nicht der Fall zu sein. Vielleicht nur vorübergehend.
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Piwie (03.02.2012)
Alt 03.02.2012, 21:27   #9
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AW: Erektionsstörungen

Hey, Tuckerzoertchen.
Es freut mich, daß Du so viel Verständnis ausdrückst. Dann fühlt frau sich nicht soooo alleine mit dem Problem. Ich bin eigentlich auch kein strategischer Mensch aber in diesem Fall, weiß ich einfach nicht weiter. Mein Freund kann sich nicht fallenlassen und ich könnte mir vorstellen, daß das auch noch sehr lange braucht. Er scheint Versagensängste zu haben und deshalb ist es wohl tatsächlich angebracht einfach abzuwarten. Wenn ich darf berichte ich mal, wie es sich entwickelt. Für ihn scheint Sexualität nicht den gleichen Stellenwert zu haben, wie für mich. Die Männer die ich sonst so kennengelernt habe, waren da anders gestrickt.
Die waren froh, daß ich nicht so passiv war. Aber jeder Mensch ist halt anders.
Schön, daß ihr mich hier so nett aufgenommen habt. Danke!
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Alt 03.02.2012, 21:41   #10
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Piwie, ich kann Dich sogar sehr gut verstehen. Mein Freund und ich hatten auch eine Durststrecke und ich hab mich ähnlich gefühlt wie Du, nämlich unattraktiv und unbefriedigt. Bei ihm war es aber tatsächlich eine körperliche Ursache; er war schwer krank. Aber das wußten wir ja anfangs nicht. Er konnte seine Unlust auch nicht erklären... Und so hab ich in erster Linie an mir gezweifelt und auch an seiner Liebe zu mir. *seufz*

Dass wir Dich hier so nett aufgenommen haben, liegt übrigens ganz alleine an Dir Wie es in den Wald hineinruft, so schallt es auch heraus.
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