Hallo liebe Leute, ich hab endlich mal ein wenig Zeit gefunden etwas neues zu schreiben. Diesmal geht es nicht direkt um Beziehungstechnische Sachen, aber ein wichtiges Element, wie es (in den allermeisten Fällen) zu einer Beziehung kommt. Dieses Element ist das Flirten. Jeder kennt es, man möchte eine neue Beziehung aufbauen, sein Glück, seine Sorgen, seine Gedanken uvm. mit jemanden teilen und jede Sekunde dieses Glücks aufnehmen. Da der (eventuelle) Partner fürs Leben aber nicht einfach so auf unsere Couch platz nimmt, müssen wir raus in die Welt und offen für etwas neues sein. Was für viele sehr schwierig ist, geht anderen sehr leicht von der Hand, da die meisten es als Spiel betrachten, was es in Grunde genommen auch ist. Man muss Spaß dabei haben jemanden neuen kennen zu lernen, sich zu präsentieren und einfach offen für neues sein. Dazu möchte ich auch noch Sätze einbauen, woher oftmals die Furcht bzw. die Hemmung kommt, auf neue Leute zuzugehen, damit man sich diesem bewusst wird und daran arbeiten kann. So nun aber genug um den heißen Brei geredet, denn nun geht es ans eingemachte
Selbstsicherheit
Das Geheimnis des Lebens liegt nicht in dem, was uns widerfährt, sondern darin, was wir mit dem tun, was uns widerfährt. (N. V. Peale)
Bevor es zu einem Flirt kommen kann, müssen wir raus aus den 4 Wänden und bereit für neues sein. Oftmals leichter gesagt als getan, denn wie soll man an die Sache rangehen? Zuerst sollte man nicht zu steif an die Sache rangehen. Seien wir ehrlich, niemand kommt mit geringem Selbstbewusstsein zur Welt. Wenn wir eher schüchtern und gehemmt sind, dann deshalb, weil wir von klein auf Erfahrungen gemacht haben, die uns das Gefühl geben, das mit uns etwas nicht stimmen würde. Dank diesen Erfahrungen hören wir noch als erwachsene Menschen eine Stimme in uns, die oftmals selten ein gutes oder freundliches Wort für uns übrig haben. Diese innere Stimme, wird oft als der "innere Kritiker" bezeichnet. Um unser Selbstbewusstsein zu steigern, müssen wir lernen, uns selber aufzubauen und den Kritiker nicht übermächtig werden zu lassen. wir müssen uns eine positive Stimme erschaffen, die uns aufmunternde und aufbauende Worte sagt. Solange wir uns selbst gering schätzen, deuten wir das Verhalten anderer Mensch oft falsch.
Dazu ein Beispiel: Wir betreten einen Raum z.B. bei einer Feier und genau in diesen Moment steht jemand auf und geht. Womöglich hatten wir mit dieser Person noch ein kurzes Augenzwinkern oder ein Lächeln ausgetauscht. Man beachtete, das die Ereignisse völlig unabhängig voneinander geschehen. Wenn wir nun aber schlecht über uns selber denken, dann kommen automatischen Gedanken wie "Oh nein er geht, weil ich komme. Irgendwas stimmt doch nicht mit mir.
Dies ist oftmals der Fall, wenn man in der Jugend viel Kritik von den Elternteilen erfahren musste. Gerade Mädchen müssen sich in ihrer Pubertät oftmals Sätze wie "So verhält man sich als Mädchen nicht", "In so einen nuttigen Aufzug gehst du nicht vor die Tür", "Warte gefälligst, bis deine Meinung gefragt ist", "Was sollen die Leute von dir denken" uvm. anhören. So was bleibt hängen und starke Selbstzweifel können daraus entstehen. Dadurch entsteht die Furcht in vielen Situationen weitere Kritik - auch in Form eines Scheiterns. Unser Bewusstsein vergisst das zwar oft, im Unterbewusstsein bleiben diese Erfahrungen jedoch haften und schaffen bestimmte Glaubenssätze über uns und die Welt.
Menschen, die sich selbst als schüchtern einschätzen, werden manchmal von anderen folgendermaßen wahrgenommen: passiv, ängstlich, gehemmt, unauffällig, kalt, arrogant, elitär.
Das ist schade, denn jemand der vielleicht gerade ein wenig gehemmt ist (besonders wenn man auf der Suche nach der besonderen Person ist) und mit einer kleinen Geste auftauen und zur gewohnten Selbstsicherheit zurückfinden würde, wird abgelehnt, weil diese Person z.B. als arrogant empfunden wird. Der Schüchterne erlebt dadurch oftmals eine selbst erfüllende Vorhersage wie z.B. "Ich wusste es, dass mich keiner mag und der Versuch sowieso eine dumme Idee war. Das tue ich mir nicht noch einmal an!".
Dieser Grundgedanke lässt sich natürlich nicht auf die schnelle bekämpfen, sondern bedarf ein wenig Zeit. Es gibt ein paar Dinge, um die erste Schüchternheit zu überwinden.
* Zuerst sollte man seine Grundsätze überprüfen, da hier oftmals das Problem beginnt. Dann sollte man sich neue suchen, die mehr zu uns passen.
Alter Grundsatz: Ich muss alles perfekt machen und mir muss alles gelingen
Neuer Grundsatz: Nobody is perfect - und das bin ich auch nicht. Wer nichts macht, der macht keine Fehler. Wer nichts probiert, der lernt auch nichts. Es gibt kein Scheitern, sondern nur Feedback, welches mir weiterhilft.
* Lerne dich selbst zu akzeptieren - in jeglicher Hinsicht.
* Such dir ein (weibliches) Vorbild und lerne von ihm.
* Jemand der Jahre kein Sport getrieben hat, kann keinen Marathon laufen. Gleiches gilt beim Flirt. Man muss sich herantasten und so oft wie möglich (1x am Tag reicht vollkommen) die Chance nutzen, damit man wieder rein kommt.
* Arbeite an deinen Blickkontakt. Versuche mit möglichst vielen Menschen Blickkontakt zu halten. Später kann man einen Schritt weitergehen und versuchen den Blickkontakt länger zu halten.
* Überlege nach einer möglichen Flirtsituation, die wieder einmal ungenutzt blieb, was ehrlich hätte passieren können: Was wäre das schlimmste gewesen bzw. was hätte passieren können? Oft folgt hier der Gedanke, das man ausgelacht worden wäre. Nun geht es weiter: Was wäre die schlimmste Konsequenz daraus gewesen? Wieder ein oft genannter Gedanke ist das man sich geschämt sich hätte und sich dann schlecht fühlen würde. Sicherlich das sind keine erstrebenswerte Zustände. Dennoch kann es helfen, sich die Konsequenzen vor Äugen zu halten. Man wird sich eingestehen, dass die realen Gefahren nicht so groß und tatsächlich bedeutungslos sind.
* Auch wenn die ersten Flirtversuche nicht von Erfolg gekrönt waren, so muss sich immer folgenender Satz einprägen: "Jeder kleine Flirt verbessert meine Fähigkeiten. Ich kann dabei nichts verlieren, sondern kann dadurch Schritt für Schritt mehr über andere und mich lernen.
* Lerne neues kennen, erschließe neue Hobbies oder geh an Ort die dich interessieren. Dadurch lernt man neue Menschen kennen und man erschließt sich ein neues Netzwerk an sozialen Kontakten.
Natürlich gibt es noch sehr viel mehr zu erzählen, allerdings ist dieser Beitrag mehr als lang genug für den Anfang. Ich werde bei Gelegenheit dies weiter ausführen. Als nächstes wollte ich mit den Themen "Der erste Eindruck" und der "Nervosität/Anspannung" schreiben. Sofern ihre eine Meinung zu meinen Thread habt, würde es mich freuen wenn ihr dies mitteilt.
Lob, Kritik, Anregungen sind wie immer stets erwünscht
lg El Nino