de facto hat es im Prinzip auf den Punkt gebracht, wenn auch sehr hart formuliert, was eigentlich mein Job hier ist
Deine Freundin ist 25. Das heißt, wenn sich nichts ändert, stehen ihr noch 42 Jahre im Berufsleben bevor. Wie beschissen muß man sich fühlen, wenn man diesen Job nicht wirklich mag?
Und wie beschissen muß man sich fühlen, wenn man dann noch einen Partner hat, der einem bei jeder Gelegenheit zu verstehen gibt, dass er selbst "überdurchschnittlich verdient", während man selbst im eigenen Beruf kaum auf einen grünen Zweig kommen kann?
Stell es Dir einfach mal umgekehrt vor. Wie würdest Du Dich fühlen, wenn Du nach dem Abi eine Berufsentscheidung gefällt hättest, die Du nach ein paar Jahren in der Praxis bereust? Wenn dann noch eine überdurchschnittlich gut verdiende Frau Deine Partnerin wäre, die Dir möglicherweise unbewußt immer wieder zu verstehen gibt, dass Du weniger zur Lebensqualität beisteuerst als sie, würdest Du dann nicht auch versuchen, beruflich andere Wege zu gehen, so lange Du noch jung bist? Und würdest Du Dir nicht wünschen, Deine überdurchschnittlich verdienende Partnerin würde Dich dabei unterstützen und das ganze nicht als Blödsinn abtun?
Denk mal darüber nach.