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06.10.2011, 22:13
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#1
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Neuer Benutzer
BK-Mitglied
Registriert seit: 06.10.2011
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Kann die Beziehung nicht mehr einschätzen
Hallo,
ich bin neu hier und habe mich hier angemeldet um Meinungen anderer Menschen zu meiner Thematik zu hören.
Ich bin mit meinem Freund seit 3,5 Jahren zusammen. Er 36, ich 31 Jahre alt.
Seit einiger Zeit ist es so, dass wir uns öfter streiten. Wobei es meist kleinere Diskussionen sind, die letztlich dann im Streit enden.
Dazu muss ich sagen, dass ich eher diejenige bin, die redet und er wenn überhaupt nur wenig dazu sagt.
Beschwerden äußere ich, er nicht wirklich. Wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass er unsere Beziehung so, wie sie momentan läuft, gut findet.
Wir sind beide berufstätig. Er mit geregelten Arbeitszeiten im Angestelltenverhältnis und ich mit ungeregelteren Arbeitszeiten in einer Selbständigkeit.
Das Problem unserer Beziehung ist aus meiner Sicht, dass ich von ihm erwarte, dass er mir im Haushalt hilft, vor allem dann, wenn viel um die Ohren habe. Er sagt mir zwar, dass er mich unterstützen will, aber tut es dann nicht, zumindest nicht so, wie ich es mir vorstelle. Zu diesem Thema drehen wir uns schon seit Monaten im Kreis.
Wenn er von der Arbeit nach Hause kommt, setzt er sich vor die X-Box oder den PC und das täglich. Wenn ich ihn dann bitte, z. B. die Wäsche in die Waschküche zu bringen oder denn Müll in die Tonne, dann kann es schonmal 1-2 Tage dauern.
Für mich ist alleine schon die Tatsache nicht schön, dass ich ihn auf solche Dinge aufmerksam machen muss.
Ich weiß, dass mein Fehler dabei ist, dass ich dann immer und immer wieder aus der Haut fahre, weil mich das alles so ärgert und ich es immer und immer wieder mit ihm durchkauen muss.
Das nächste Problem ist, dass er oftmals von der Arbeit nach Hause kommt und aus meiner Sicht, schlecht drauf ist. Wenn ich ihn dann frage, wie sein Tag war und ob er schlecht drauf ist, sagt er mir, dass er gut war und er nicht schlecht drauf wäre.
An diesen Tagen legt er mir gegenüber eine Ignoranz an den Tag, dass ich mich davon meist mit runter ziehen lasse und dann selbst schlechte Laune bekomme. Das widerum führt dann wieder zu Diskussionen.
Ich z. B. handhabe es so, dass ich es sage, wenn ich nen schlechten Tag habe und mich dann eher zurückziehe um meine Laune nicht zu verbreiten.
Er hingegen gibt mir dann das Gefühl, dass ich überflüssig bin.
Wenn bei uns das Thema gemeinsame Zukunft auf den Tisch kommt gibt es dann wieder Diskussionen, denn er will nicht heiraten, keine Kinder aber angeblich mit mir sein Leben verbringen. Er weiß aber, dass ich gerne ein Kind hätte. Heiraten ist für mich nicht zwingend notwendig.
Zum Anfang unserer Beziehung wussten wir dies von einander.
Wenn ich dann das Thema Kinder mal anschneide, war es in vergangener Zeit so, dass er sagte er will keine und ich ihn wieder sagte, dass ich auf jeden Fall eins möchte. Wenn wir dann darüber gesprochen haben, lief es immer darauf hinaus, dass er sagte, vielleicht irgendwann und du kannst ja auch noch mit 30 (aufwärts) eins bekommen.
Jetzt bin ich 31 geworden und habe nicht das Gefühl, dass er seine Meinung verändert hat.
Ich weiß einfach momentan nicht, woran ich in unserer Beziehung bin.
Am vergangenen Wochenende war ich schon so weit, dass ich ihm einen Brief geschrieben habe und darin alle Schuld und Fehler in unserer Beziehung auf mich genommen habe, weil ich jedesmal das Gefühl habe, dass er das so sieht.
Ich würde mich freuen, wenn mir jemand seine Sicht dazu sagen könnte. Und wenn es geht nur von Leuten, die das Thema auch wirklich erst nehmen.
Danke schonmal.
Kiwi
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06.10.2011, 22:40
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#2
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Christkind
BK-Team
Registriert seit: 10.05.2011
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AW: Kann die Beziehung nicht mehr einschätzen
Hallo Kiwi,
lass dir von deinem Freund kein schlechtes Gewissen einreden und nimm keine Schuld auf dich, wenn du es nicht selbst so siehst, nur weil er es dir einredet.
Das zum einen.
Gibt dein Freund dir Gründe, warum er keine Kinder will?
Letztendlich ist das ein wesentlicher Punkt, in dem man sich eigentlich einig sein sollte in einer Beziehung, sonst gibt es eben früher oder später Probleme. Bei der Frau tickt nun mal die biologische Uhr und manche Männer nehmen das nicht ernst genug.
Meine Meinung ist: wenn man sich richtig liebt, ist ein gemeinsames Kind die Krönung dieser Liebe. Finanzielle oder "ich kann die Verantwortung nicht übernehmen"-Gründe sind für mich meist vorgeschoben, denn wenn man wirklich will, bekommt man das immer irgendwie hin.
Was ich immer bedenklich finde ist, wenn Männer viel Zeit vor Konsolen verbringen oder am PC spielen. Das kann schon sowas wie eine Sucht sein/werden und einen von alltäglichen ungeliebten Dingen wie Haushalt abhalten.
Grundsätzlich finde ich, wenn beide arbeiten, müssen sich auch beide um den Haushalt kümmern.
Wie steht es bei euch finanziell, könntet ihr euch ne Putze leisten?
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06.10.2011, 23:13
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#3
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Neuer Benutzer
BK-Mitglied
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AW: Kann die Beziehung nicht mehr einschätzen
hallo kathrin007
der Grund warum er keine Kinder will ist, weil er keine Kinder will.
Also das ist sein Grund. Klingt doof, sagt er aber so.
Ich bin da total deiner Meinung, wenn man sich wirklich liebt steht einem Kind nichts im Wege. Ich möchte ja schließlich keine Fußballmannschaft.
Was den Haushalt und generell die Arbeiten zuhause betrifft muss ich sagen, dass er es nie von zuhause gelernt hat. Das ist sicher keine Entschuldigung, macht es für mich aber auch nicht leichter, ihm das mit 36 noch beizubringen. Denn mein Freund ist ein extrem sturer Bock. Was der nicht will, das will er nicht.
Eine Putzfrau kostet bei uns nicht die Welt, aber ich möchte nicht, dass mir jemand anders meinen "Dreck" fegt. Ich bin so gut erzogen, dass ich das selbst kann und das stellt auch generell kein Problem dar, wenn ich ihm nicht seine Sachen "hinterher räumen" müsste. Ich kann das nicht ab, wenn überall irgendwo was rumfährt, was da nichts zu suchen hat.
Das fängt in der Früh damit an, dass er nicht mal sein Brett und Messer in die Spülmaschine räumt, wenn er sich das Frühstück für die Arbeit gemacht hat. Weiter geht es dann über Klamotten und leere Verpackungen.
Das nervt so tierisch.
Was mich an den ganzen Dingen am meisten belastet ist, dass er nicht redet. Und mit nicht meine ich auch nicht. Ich hab Glück, wenn in einer Diskussion mal ein Wort kommt. An einen ganzen Satz ist da nicht zu denken.
Das ist auch bei anderen Menschen so, ob privat oder beruflich, er redet einfach nicht.
Als ich ihn kennengelernt habe hat er mir gesagt, dass er sehr schüchtern ist und sich das mit der Zeit gibt. Hab ich da nach 3,5 Jahren noch Hoffnung auf Veränderung.
Ich finde ja auch, dass ihn das "nicht reden" in seiner Lebensqualität einschränkt, aber auch da ist er der Meinung, dass er damit bisher immer gut klar gekommen ist.
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07.10.2011, 07:45
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#4
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Christkind
BK-Team
Registriert seit: 10.05.2011
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AW: Kann die Beziehung nicht mehr einschätzen
Wenn er dir keinen Grund geben kann/will, warum er keine Kinder will, seine Meinung einfach in den Raum stellt, als das wichtigste ansieht, nicht auf sein Gegenüber eingeht, nicht versucht, über seine Gefühle zu reden, sich zu erklären, seinem Partner eine Erklärung zu geben -
puh, sorry, also mein Tipp ist: hau ab, such dir so schnell wie möglich einen anderen...
Wenn du jetzt noch 3-4 Jahre in der Beziehung ausharrst und DANN merkst, dass er sich immer noch nicht ändert, immer noch kein Kind will und deine biologische Uhr immer wilder tickt, dann wirst du die totale Krise bekommen.
Schließlich läuft dir der Mann deiner zukünftigen Kinder nicht gleich morgen mal einfach so über den Weg. Und du wirst auch nicht gleich bei deiner nächsten Beziehung nach nem halben Jahr oder so mit dem "Neuen" ein Kind machen, den du ja dann noch gar nicht richtig kennst, weil noch Verliebtheitsphase herrscht....
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Folgender Benutzer sagt Danke zu kathrin007 für den nützlichen Beitrag:
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19.10.2011, 22:06
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#5
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Neuer Benutzer
BK-Mitglied
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AW: Kann die Beziehung nicht mehr einschätzen
@kathrin007
Danke für deinen Rat.
Genau darüber haben wir heute abend gesprochen.
Vielleicht bin ich dafür zu gutmütig, aber ich habe ihm heute gesagt, dass ich erwarte, dass er sich wirklich Gedanken darüber macht und mir dann mal sagt, was Sache ist. Wenn jetzt ein bisschen Zeit verstrichen ist, werde ich ihn darauf ansprechen und sehen, wofür oder wogegen er sich entschieden hat. Im Grunde bin ich mir ziemlich sicher, dass ich auch dann die gleiche Antwort bekomme, aber ich will schon so fair sein und ihn darüber nachdenken lassen.
Er hat heute gesagt, wenn´s einfach passieren würde, dann wäre es ok für ihn. Nur hab ich keine Lust, mir dann irgendwann sagen zu lassen ich hätte ihm ein Kind untergejubelt. Deswegen erwarte ich eine deutliche Entscheidung von ihm.
Für mich ist das glaube ich auch deswegen so schlimm, weil er der erste Mann in meinem Leben ist, mit dem ich mir überhaupt Kinder/Kind vorstellen könnte.
Das erschreckende daran ist ja, dass er es ohne zu zögern in Kauf nehmen würde, dass er mich verliert, wenn er kein Kind mit mir will.
Hat das dann überhaupt noch was mit Liebe seinerseits zu tun?
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