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Alt 26.07.2011, 13:35   #1
Emma24
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Lächeln Schwiegermonster - Trennung

Hallo an alle!

Ich habe mich zwar schon ein bisschen vorgestellt, aber da alles neu ist hier für mich, habe ich wohl die Hälfte vergessen.

Nach einer ganz schrecklichen Beziehung mit ganz bösen Beleidigungen etc und monatelanger "Trauer" bzw. Verzweiflung, habe ich mich vor zwei Jahre wieder verliebt! Ich habe alles ausgelotet bevor ich mich eingelassen habe, ich wusste genau, was ich wollte! Und er passte...er sah alles genau so!

Er hat mich in allem unterstützt, er war immer da. Ebenso war ich das für ihn. Seine Eltern hatten einen Unfall und ich bleibe bei ihm anstatt wieder in meine Unistadt zu fahren wo ich ne Klausur hätte schreiben sollen...sein Vater ist pleite und die letzte Chance ist, dass mein Ex das Haus seines Bruders kauft, damit es nicht gepfändet wird.

Nach einem Jahr sind wir zusammen gezogen. Allerdings blöd wie ich war, im Haus seiner Eltern. Wir haben einen kleinen Hund bekommen.

Ich habe mich häufig aufgeregt, wenn ich nach Hause kam und zu hören bekam: "Du ich habe mir bei euch mal ne Pfanne geliehen" oder was auch immer...irgendwo will ich doch meine Ruhe haben!

Ich habe meinen Ex mehrfach gebeten, ein wenig wert mehr darauf zu legen, dass WIR UNSER Leben haben, aber gerne bereit sind zu helfen. Aber eben nur in einem gewissen Maß.

Es ging auch eine Zeit ganz gut, bis ich eines Tages von der Arbeit kam und zu hören bekam: "Ich kann damit nicht leben, dass mein Sohn sich so zurückzieht"

Ich bin aus allen Wolken gefallen und war tottraurig. Als er dann von der Arbeit kam, haben wir in Ruhe darüber gesprochen, aber er sah es nicht ein. Er hat alles getan, wirklich. Vielleicht nicht immer sofort, aber er hat es getan. Er hat sich nicht zurückgezogen.

Ich habe ihm immer gesagt, dass wir alle gleich wichtig sind und ich ihn NIE vor die Entscheidung stellen würde, seine Mutter oder ich. Aber er hat es so gesehen, vermutlich hat sie es ihm eingetrichtert.

Nagut, an diesem Tag ist aus dem "drübersprechen" eine Grundsatzdiskussion geworden. Nach ein paar Stunden Schweigen und Beruhigen haben wir es geklärt. Alles war gut, er sagte "ich liebe dich" und wir sind gemeinsam ins Bett gegangen. Morgens beim Frühstück vor der Arbeit ist er noch ganz scheinhelig mit dem Hund raus und als er wieder kommt ist er am Weinen und meinte: "Mir ist alles zuviel, ich weiß nicht was ich will".

Nach 11 Stunden Arbeit und viel Nachdenken und mit Freunden drüber sprechen war mir klar - wer weiß was er hatte, es ist alles gut! Pustekuchen. Ich komme von der Arbeit, er sitzt aufm Sofa, heult und sagt mir, ich soll meine Sachen einpacken und den Hund nehmen oder ins Tierheim bringen (das würde er machen) und dann gehen. Er kann nicht mehr.

Verdammte Axt...ich habe den Kampf verloren. Weil seine Mutter sich dazwischen gedrängelt hat.

Ich weiß, dass es wesentlich besser so ist, wie es jetzt ist und das es NIEMALS glücklich geworden wäre und ich vielleicht auch noch in den Hauskauf mit reingeraten wäre und damit in den Ruin...

Aber...wisst ihr, mir gehts so scheiße damit!!! Ich kann es einfach nicht glauben, dass man mit 26 Jahren noch so dermaßen am Rockzipfel hängen kann, dass man sich GEGEN die vermeintliche Liebe seines Lebens entscheidet...

Ich glaube er hat mich nur verarscht. Er hat mich nie geliebt. Und das tut soooo schrecklich weh! Ich wollte doch nicht wieder wie ein Häufchen Elend dasitzen...und nun? Sitze ich doch wieder hier und weine mir die Augen aus dem Kopf.

Am Montag fange ich meinen neuen Job an und hoffe, dass mir dann wieder ein anderer Wind um die Nase weht, aber im Moment habe ich noch frei...ich gehe halt mit dem Hund raus und ins Fitnessstudio...ab und an treffe ich mich auch mit Freunden, aber ich komme zuhause aus dem Loch nicht raus...denn alleine die kleine Emma (der Hund) erinnert mich nur daran...aber ins Tierheim kann und will ich sie auch nicht geben :-(

Ich bin wirklich verzweifelt und möchte einfach nur, dass ich mich bei der neuen Arbeit konzentrieren kann und frei bin! Es soll kein Hindernis sein, dass ich mich so schrecklich darüber ärgere, dass ich so blöd war und mich auf die Situation eingelassen habe...

Ich hoffe ihr habt ein paar wertvolle Tipps für mich!

Ganz liebe Grüße
Emma24 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.07.2011, 10:26   #2
Tuckerzoertchen
Puckerzuppe
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AW: Schwiegermonster - Trennung

Also erstmal: Du warst NICHT blöd oder dumm!!!!

Du hast Dich auf einen Menschen eingelassen, den Du liebst und der Dich sicher auch geliebt hat und das vielleicht auch noch tut, der aber einfach nicht manns genug ist, flügge zu werden und sich aus der Umklammerung der Mutter zu lösen.

Das bekommt man zu Anfang einer Beziehung doch gar nicht mit. Vor allem nicht unter den Umständen wie Unfall und drohender Hauspfändung, in der eine Familie logischerweise enger zusammenrückt.

In das Haus der Schwiegereltern zu ziehen, muß nicht unbedingt schlecht sein; allerdings gilt dann, dass sich beide Parteien im Vorfeld zusammensetzen und ganz klare Grenzen vereinbaren, die aus Respekt voreinander nicht überschritten werden.

Wie auch immer, bei Euch ist es schief gegangen, weil Dein Ex einfach zu wenig Rückgrat hat und nicht, weil Du blöd oder dumm warst. Das musst Du Dir wirklich verinnerlichen.

Dass Du Emma nicht einfach ins Tierheim gegeben hast, rechne ich Dir hoch an. Ich bin auch sicher, dass genau diese kleine Hundedame Dir viel Kraft geben wird, Dich aus dem Haus lockt und Dir neue Kontakte ermöglicht, auch wenn sie Dich gleichzeitig noch an Deine gescheiterte Beziehung erinnert.

Sprich Dich aus, sei wütend, heul, wenn Dir danach ist. Das gehört dazu. Aber buddel Dich nicht ein, sondern such gezielt Gesellschaft von Freunden und unternimm was.

Alles Liebe und viel Kraft,
TZ
__________________
"Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe." - René Descartes
Tuckerzoertchen ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 30.07.2011, 21:00   #3
surfergirl
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AW: Schwiegermonster - Trennung

Wahrscheinlich wird dir das wenig helfen, aber solche Exemplare gibt es auch sogar noch mit 35. Und mittlerweile denke ich wirklich, dass man sich als Mann schon entscheiden müsste, ob man ein Leben lang das "Kind seiner Eltern" oder der "Mann und Vater seiner eigenen Familie" sein möchte. Keiner erwartet natürlich ein distanzieren von der Ursprungsfamilie aber die "eigene Familie" sollte doch beschützt werden. Ich habe das eine viel zu lange Weile (einige Jahre) mitgemacht: Fernbeziehung (Eltern wurden öfter besucht als ich, Planungen für Veranstaltungen wurden mit dem Bruder gemacht, nicht mit mir). Wir waren kaum alleine, oft waren Eltern, Bruder oder Großeltern dabei. Natürlich hat man auch mal was auszudiskutieren, insbesondere wenn man sich eh selten sieht und keinen Rückzugsort hat. Da habe ich die volle Ladung abbekommen, wie ich denn den armen Sohn so "runtermachen" könne. Und der nette Herr saß daneben und hat kein Wort dazu gesagt! Wenn wir uns gestritten haben, ist er immer nach Hause (so nennt er das auch immer noch) zu seinen Eltern gegangen. An deren Eingangstür begrüßt einen das Türschild: Hier wohnt Familie XY mit A, B, C und D. Mein Vorschlag seinen Eltern mal (vielleicht auch ein bisschen symbolisch) ein neues Türschild zu schenken, wurde kategorisch abgelehnt. Als er dann in finanzielle Engpässe geriet, ist er zu seinen Eltern gegangen. Mir hat er das erst später mitgeteilt, mit dem Argument er wollte von mir unabhängig bleiben (von seinen Eltern anscheinend nicht). Sein Bruder ist übrigens Dauersingle und wenn man ihn selber nach Familie und Kindern fragt, sagt er, er kann es sich schon vorstellen, aber später (! mit 50? er ist ja schon 35).
surfergirl ist offline   Mit Zitat antworten
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