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11.09.2008, 15:17
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#1
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Neuer Benutzer
BK-Mitglied
Registriert seit: 11.09.2008
Beiträge: 1
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Trennung imaginär?
Hallo zusammen,
ich komme mit meinem Anliegen mal gleich zur Sache:
Ich lernte vor drei Jahren eine Frau kennen. Wir verliebten uns so, wie man es aus Hollywood kennt. Feuer und Flamme. Wir zogen nach einem Jahr zusammen und schon bald wurde sie schwanger. Wir entschieden uns dazu, eine Familie zu Gründen.
Sicherlich alles etwas schnell, was aber sich aber nun nicht mehr ändern lässt.
Wir zogen also zusammen und es lief alles prima. Auch während der Schwangerschaft. Dann kamen die Kinder (Zwillinge), und ich zog mich plötzlich zurück. Ich hatte erhebliche Schwierigkeiten mit dem plötzlichen Status als Vater in der Familie. Ich ließ sie mit einer ganzen Menge Arbeit sitzen und verkroch mich in mir selbst. Natürlich hatten wir dadurch heftige Streitereien und letztendlich war die Beziehung am zerbersten. Wir entschieden uns dazu, dass ich mir eine eigene Wohnung suchen sollte um dann zu sehen, wie wir auf diese Distanz klar kommen. Ich zog also aus. Zeitgleich lernte ich eine neue Frau kennen und sie einen neuen Kerl. Die beiden wurden von uns als Werkzeug benutzt, um über die ganze Sache hinwegzukommen: es ergab sich bei uns also keine neue Beziehung mit den "Neuen".
Jetzt, nachdem wieder Ruhe eingekehrt ist und die beiden "Pflaster" passe sind, habe ich sie gefragt und ihr auch gezeigt, dass ich gern zu meiner Familie wieder zurückkehren möchte. Nicht nur, dass ich mit den dreien nun sehr viel Zeit verbringe und auch meinen väterlichen, bislang vermissten, Pflichten nachkomme, sondern wünsche ich mir nichts mehr, als das sie und ich noch einen Versuch wagen. Wir verstehen uns prächtig seit Monaten und es gibt keinen Streit mehr.
Sie sagt aber, dass sie mit mir keine Beziehung mehr will und es aus und vorbei ist. Das merkwürdige ist aber, dass sich alles noch wie eine Beziehung anfühlt. Damit meine ich, dass wir nicht selten in einem Bett schlafen, sie sich ankuschelt und sich eigentlich auch gar nicht so verhält, als wäre es auseinander. Ganz selten hatten wir auch Sex. Nun, mittlerweile sagt sie, dass sie Sex eigentlich anekelt und ihr bei dem Gedanken daran schlecht wird, was aber nicht an mir liegt sondern eher an dem Streß mit den Kindern. (beide 18 Monate alt und wohnen bei ihr).
Das glaube ich ihr auch, da sie die meiste Zeit mit den Kindern verbringt und Stress der Sexkiller Nummer 1 ist.
Was mein eigentliches Problem ist: Ich verstehe nicht, weshalb sie keine Beziehung mehr möchte, aber wir letztendlich uns noch so verhalten, als hätten wir eine. Und dann sagt sie wiederum, ich solle mir doch endlich was neues Suchen. Und das sagt sie mit einer für mich beängstigenden Überzeugung, sodass ich glaube, dass die Liebe tatsächlich für sie gestorben ist.
Sie schläft überwiegend gern allein und hat ihre Ruhe und scheint glücklich und zufrieden so. Ich hingegen bin todunglücklich- ich liege 5 Tage in der Woche in meiner neuen Wohnung allein im Bett, esse allein, lebe eigentlich allein hier. Ich vermisse sie sehr, obwohl ich sie fast täglich sehe,... wenn ihr versteht.
Sie scheint auch wunderbar mit der Trennung klar zukommen, während es mich auffrisst.
Wir fahren demnächst sogar zusammen in den Urlaub. Ich habe Angst, dass sie sich nur so wegen den Kindern verhält, um vielleicht Heile Welt zu spielen.
Vielleicht ist aber auch noch nicht alles verloren. Ich jedenfalls kann vor lauter Kummer die Situation nicht mehr einschätzen.
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11.09.2008, 15:36
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#2
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Puckerzuppe
BK-Team
Registriert seit: 20.03.2008
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AW: Trennung imaginär?
Willst Du eine ehrliche Meinung dazu? Dann lies weiter.
Du wunderst Dich darüber, dass sie keine Beziehung mehr mit Dir will, nachdem Du sie in der so ziemlich schwierigsten Phase ihres Lebens im Stich gelassen hast?
Sie macht jetzt in meinen Augen genau das richtige, pflückt sich die Rosinen raus und gibt Dir nur welche ab, wenn sie Lust dazu hat.
Finde Dich damit ab. Manche Fehler lassen sich nicht rückgängig machen und manche Verletzungen sitzen so tief, dass sie nicht mehr vollständig heilen. Offenbar schätzt sie Dich sehr als Vater Eurer Kinder, als Freund und Vertrauten, aber wenn es für eine Beziehung nicht reicht, reicht es nicht.
Das mußt Du akzeptieren. Und das solltest Du auch möglichst fair akzeptieren.
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11.09.2008, 15:51
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#3
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Erfahrener Benutzer
BK-Mitglied
Registriert seit: 10.09.2008
Beiträge: 330
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AW: Trennung imaginär?
hm.. das wäre auch meine erste reaktion gewesen.
allerdings glaube ich ist es ein bisschen unfair. natürlich ist es scheiße scheiße und nochmals scheiße deine freundin nach der geburt von zwillingen im stich zu lassen. aber die geburt von kindern ist nicht nur die schwierigste zeit für die mütter sondern auch eine extreme und neue sache für die väter.. das warst du eben überfordert.
sowie das aber aussieht, liebt sie dich einfach nicht mehr... wenn sie sagt sie will keine beziehung mit dir und der gedanke an sex ekelt sie an (glaub mir, auch im größten stress ekelt einen der gedanke and körperliche nähe zum menschen den man liebt nicht an) finde ich das ziemlich eindeutig.
das ist schwierig für dich, aber du musst wohl einen weg finden, ein vater für die kleinen zu sein, eine unterstützung für die mutter aber keine beziehung zu erwarten..
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