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Alt 20.11.2008, 17:34   #1
kleinesMädchen
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Überfordert mit einem Bekannten

Hallo

Erhoffe mir hier mal wieder ein wenig Unterstützung bzw einen Rat, da ich absolut nicht weiß, wie ich mit der Situation umgehen soll.
Aber am Besten fang ich mal am Anfang an:

Ich habe vor einiger Zeit in einem, nennen wirs mal Selbsthilfeforum, in dem sich Betroffene austauschen und unterstützen können (geht um psychische Krankheiten), einen jungen Mann kennengelernt. Er ist etwas älter als ich. Nun, er hat mich da eben angeschrieben und seit dem chatten wir sehr viel über icq etc.
Alles an sich kein Problem. Das Problem liegt eher darin, dass er mich offensichtich mit einer Therapeutin verwechselt und ich damit einfach hoffnungslos überfordert bin.
Es ist nicht so, dass ich ihm nicht gerne helfen würde und ich hör mir auch gerne die Probleme von anderen an und versuche, einen Rat zu geben. Aber jemand der sich pausenlos niedermacht, in Selbsthass und Selbstzweifeln lebt und ständig von Selbstmord redet: das ist einfach zu viel für mich.
Vor allem, weil ich im Moment selbst nicht gerade stabil bin und eigentlich mit mir selbst genug zu tun habe. Das zieht mich einfach unheimlich runter.
Aber ich weiß nicht, wie ich ihm das schonend klar machen kann, dass ich überfordert bin und mich das eifnach fertig macht und triggert. Ich möchte nicht, dass er sich deswegen was antut und das kann ich im Moment einfach nicht ausschließen.
Aber so weiter machen kann ich auch nicht. Das macht mich selbst kaputt.
Er versteht einfach nicht, dass ich ihm nicht helfen kann.

So viel zur Situation grob umrissen. Hat jemand einen Tipp für mich, wie ich vorgehen könnte? Was ich machen soll? Selbst zurückstecken und mich kaputt machen, um ihn nicht zu verletzten? Oder direkt und "kalt" sagen, wies aussieht und damit riskieren, dass er sich was antut und anschließend mit der Gewissheit leben müssen, einen Menschen auf dem Gewissen zu haben? Das würde ich auch nicht ertragen.

Weiß nicht, was ich machen soll. Bitte helft mir

Liebe Grüße
__________________
Ich denke nicht, dass irgendetwas zufällig passiert.
man hat es einfach verdient!!!!!
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Alt 20.11.2008, 19:51   #2
sunflower67
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AW: Überfordert mit einem Bekannten

Ich würde diese Situation mit meiner Therapeutin bereden, die hat sicher mehr Möglichkeiten dir einen Rat zu geben.
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Alt 20.11.2008, 20:24   #3
sarahmarah
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AW: Überfordert mit einem Bekannten

wenn du keinen therapeuten hast, würde ich einfach die psychatrische notnummer anrufen und nachfragen, was du machen kannst.
hat er denn irgendwie psychatrische hilfe?
wurde bei ihm bereits irgend was diagnostiziert? war er schonmal in behandlung?
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Alt 20.11.2008, 22:29   #4
kleinesMädchen
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AW: Überfordert mit einem Bekannten

Vielem Dank für die Antworten.

Nun, er ist in Therapie, scheint sich gegenüber seinem Therapeuten nicht zu öffnen bzw. nicht öffnen zu können. Er hat auch nur einmal in der Woche Sitzung und er sagt, das ist ihm zu wenig, aber mehr ginge nicht, weil der Thera schon zu viele Patienten hat.
Ironischer Weise hat er die gleiche Diagnose bekommen wie ich. Nur der Umgang ist ein völlig anderer. Während er alle um sich herum damit "vollquasselt" und die Leute damit von sich wegdrängt, rede ich nie darüber, einfach weil mir bewusst ist, was das bei anderen anrichten kann, vor allem, wenn sie selbst "nicht so ganz okay" sind.
Ich weiß nicht, warum er da überhaupt keine Rücksicht nimmt. Vor allem, da ich ihm mehrmals gesagt habe, dass ich zur Zeit ziehmlich labil bin.

Selber bin ich nicht in Therapie, das fällt also schon mal weg.

Meinst du so in Richtung Telefonseelsorge, oder ist das wieder was anderes? Wenns was anderes ist, dann kenn ichs nicht...

Danke nochmal!
__________________
Ich denke nicht, dass irgendetwas zufällig passiert.
man hat es einfach verdient!!!!!
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Alt 20.11.2008, 22:47   #5
Tuckerzoertchen
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AW: Überfordert mit einem Bekannten

Zitat:
Zitat von kleinesMädchen Beitrag anzeigen
Ich habe vor einiger Zeit in einem, nennen wirs mal Selbsthilfeforum, in dem sich Betroffene austauschen und unterstützen können (geht um psychische Krankheiten), einen jungen Mann kennengelernt. Er ist etwas älter als ich. Nun, er hat mich da eben angeschrieben und seit dem chatten wir sehr viel über icq etc.
Alles an sich kein Problem. Das Problem liegt eher darin, dass er mich offensichtich mit einer Therapeutin verwechselt und ich damit einfach hoffnungslos überfordert bin.
Es ist nicht so, dass ich ihm nicht gerne helfen würde und ich hör mir auch gerne die Probleme von anderen an und versuche, einen Rat zu geben. Aber jemand der sich pausenlos niedermacht, in Selbsthass und Selbstzweifeln lebt und ständig von Selbstmord redet: das ist einfach zu viel für mich.
Vor allem, weil ich im Moment selbst nicht gerade stabil bin und eigentlich mit mir selbst genug zu tun habe. Das zieht mich einfach unheimlich runter.
Aber ich weiß nicht, wie ich ihm das schonend klar machen kann, dass ich überfordert bin und mich das eifnach fertig macht und triggert. Ich möchte nicht, dass er sich deswegen was antut und das kann ich im Moment einfach nicht ausschließen.
Aber so weiter machen kann ich auch nicht. Das macht mich selbst kaputt.
Er versteht einfach nicht, dass ich ihm nicht helfen kann.
Diese Sätze würde ich umformulieren in die Ich-Du-Wir-Perspektive. Also anfangen mit: "Wir haben uns vor einiger Zeit in diesem Forum kennen gelernt, worüber ich mich auch sehr gefreut habe. Ich chatte auch gerne mit Dir.
Allerdings habe ich ein Problem. Ich habe in letzter Zeit immer öfter das Gefühl, dass Du mit mir wie mit einer Therapeutin redest. Es ehrt mich zwar sehr, dass Du Dich mir so öffnest und es tut Dir auch sicher gut, das zu tun. Allerdings bin ich keine Therapeutin, sondern selbst nicht grade stabil und fühle mich immer häufiger überfordert und habe Angst, etwas Falsches zu sagen.
Ich denke viel über Dich und Deine Situation nach und ich fühle auch oft mit Dir, aber ich spüre auch, dass das an meiner Substanz zehrt und mir Kraft raubt, die ich eigentlich für mich selbst brauche, da es mir auch nicht gut geht.
Lange habe ich darüber nachgedacht, ob und falls ja, wie ich es Dir sagen soll und mich dann dafür entschieden, denn ich bin mir sicher, dass es nicht Deine Absicht ist, mir Sorgen zu bereiten.
Das heißt nicht, dass ich keinen Kontakt mehr zu Dir haben möchte oder dass ich nichts mehr von Deinen Problemen hören will. Vielmehr will ich Dir Mut machen, Dich Deinem Therapeuten gegenüber so zu öffnen, wie Du es mir gegenüber getan hast, da er Dir mit Sicherheit besser helfen kann, als es mir möglich ist.
Verstehst Du das?"

So ungefähr würde ich das formulieren... Vielleicht kannst Du davon ja was gebrauchen
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