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AW: Unterricht am Küchentisch
Grundsätzlich bin ich der Ansicht, dass Heimunterricht eine Ausnahme darstellen sollte. Es gibt sicherlich Härtefälle, in denen es angebracht ist, beispielsweise bei längerer Krankheit bzw. bei chronischen Krankheiten mit akuten Schüben.
Religiöse Gründe kann ich persönlich nicht nachvollziehen, mag aber auch daran liegen, dass ich nicht im Sinne einer bestimmten Religion gläubig bin.
Diese deutsche Familie, die in den USA Asyl beantragt und bekommen hat wegen politischer Verfolgung, hat meiner Ansicht nach überzogen gehandelt. Auch in Deutschland gibt es kirchliche Schulen und Internate, die streng nach christlichen Richtlinien lehren und die auch viel Wert auf christliches Miteinander außerhalb des Unterrichts legen. Das wäre durchaus eine Alternative gewesen. Aber diese spezielle Familie vergisst bei aller Religiösität, dass das Leben harte Realität ist und ihre Kinder sich irgendwann einmal selbständig damit und darin zurecht finden sollen. Das lernen sie aber nicht, wenn sie permanent von der Realität fern gehalten werden, keinen Kontakt zu Gleichaltrigen haben und dadurch sozial entfremdet werden.
In meinen Augen ist das ein Nicht-Loslassen-Können von Seiten der Eltern zu Lasten der Kinder. Ohne ein wenig Anpassung kommt man nunmal nicht durch's Leben. In keiner Kultur.
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