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Verzweiflungsforum Du bekommst kein/e Freund/in? Du weißt nicht wie du den ersten Schritt machen sollst? Das alles behandeln wir hier ausführlich, damit auch Du bald ein/e Freund/in an deiner Seite hast.

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Alt 29.05.2011, 10:20   #1
kathrin007
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wie finde ich zu mir selbst...

Hallo,

ich flenn hier grad rum und weiß nicht mehr weiter.
Ich fühl mich so hundeelend einsam.

Ich habe gedacht, durch eine irgendwie-noch-Verbundenheit zu meinem Ex wird sich das in Grenzen halten, aber der ist wohl schon wieder "auf dem Markt" und kann heut nicht schon früh anfangen, den Rest seiner Sachen auszuräumen, weil er sich zum Frühstück verabredet hat.

So ein Arsch... Bin ich froh, dass ich Schluss gemacht habe...
Jetzt können alle, die ihn immer angehimmelt haben, bei ihm Schlange stehen...

Und ich hock hier und weiß, dass es an der Zeit ist, meinen eigenen Weg zu gehen, aber ich weiß nicht wie, verdammt noch mal...

Irgendeiner von euch hat mal geschrieben, man muss sich selbst verzeihen, man muss sich selbst lieben, und noch mehr.

Wie schafft man das?
Wie soll ich mir jemals verzeihen, dass ich im Moment jeden Euro dreimal umdrehen muss, weil ich meinem Ex-Mann nach der Trennung in einem umnachteten traumatisierten Zustand mal eben so 300.000 Euro an IMmobilien-Anteilen geschenkt habe?
Der schwelgt im Luxus, sagt, ich solle mich nicht so anstellen, und zickt wegen jedem Euro Kindesunterhalt (ich bekomm keinen, hatten Ehevertrag...).

Wie soll ich mich lieben? Hab ich das jemals?
Ich emfpinde mich als hässlich, obwohl ich schon weiß, dass ich es im Grunde nicht bin. Ich laufe seit ich ca. 25 Jahre bin auch im Hochsommer in langen Hosen rum, weil ich meine Beine so hässlich finde...
Und wenn ich mich im Moment im Spiegel anschau, dann seh ich erstmal nur Augenringe und dann lange nix mehr...

Wie soll ich mich ablenken, außer mit Arbeit, wenn ich das Gefühl habe, ich habe keine Freunde? Ich habe schon ein paar Bekannte, aber ich differenziere da... Das Wort "Freunde" ist im heutigen Facebook-Alter sehr ausgelutscht.
Also: eine beste Freundin habe ich nicht, niemanden als "feste Bezugsperson"... Ein paar nette Leute, die ich in bestimmten Abständen mal vollheulen kann, aber niemanden für dazwischen...

Mir fehlt mein Ex und doch wieder bin ich sehr froh, dass er weg ist...
Ich stelle fest, er hatte zwei extreme Seiten (warum stell ich das jetzt erst fest???) die liebevolle und verständnisvolle - na, und die andere...

Ich bin jemand, der braucht sehr viel Anerkennung von außen, sehr viel "Liebesbeweise", ohne Bestätigung von anderen bin ich nichts, niemand, ein Staubkorn in der Wüste...

Wie soll ich aus dem Loch nur rauskommen?
Gestern habe ich 12 Stunden extrem gearbeitet.
Das hat mich betäubt.
Aber heute bin ich schon wieder alleine und fühl mich auch so.
Kids sind beim Ex-Mann und ich steh in einer halbleeren Wohnung...

Ich hoffe sehr, dass ich nicht wieder in so eine Scheiß-Depri reinrutsche...
kathrin007 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.05.2011, 12:09   #2
frenzen
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AW: wie finde ich zu mir selbst...

Kathrin, es ist ganz normal, dass Du Du jetzt völlig down bist. Das gehört zum "Heilungsprozess" irgendwie dazu. Manchmal hält es ein wenig länger, manchmal ist der ganze Spuk aber auch schnell vorbei. Wenn Du kannst, triff Dich ein bisschen mit Freundinnen oder anderen eng Vertrauten. Das hilft immer ein kleines bisschen.

Eine Sache noch:
Zitat:
Zitat von kathrin007 Beitrag anzeigen
... weil ich meinem Ex-Mann nach der Trennung in einem umnachteten traumatisierten Zustand mal eben so 300.000 Euro an IMmobilien-Anteilen geschenkt habe? Der schwelgt im Luxus, sagt, ich solle mich nicht so anstellen, und zickt wegen jedem Euro Kindesunterhalt (ich bekomm keinen, hatten Ehevertrag...).
Geh damit mal zu einem oder am besten mehreren Anwälten - die Erstberatung machen die meisten ohnehin kostenlos (lass Dir das am Anfang des Gesprächs erklären), und Du bekommst dann eine Einschätzung für Deine Erfolgschancen. Meines Wissens ist ein Passus eines Ehevertrags unwirksam, wenn er Unterhaltszahlungen ausschließt. Das liegt einfach daran, dass so ein Passus völlig unmoralisch ist. Und das zweite: selbst bei einer Schenkung gibt es oftmals gute Chancen, sie nachträglich als unwirksam aufzuheben. Da gab es m.W. Fälle, ähnlich wie Deinem: der Partner hat sich im Nachhinein als miese Type herausgestellt, und hatte es geradezu betrügerisch auf die Schenkung angelegt. Schon allein, dass er sich heute um den Kindesunterhalt drückt, ist für mich so ein Zeichen...

Steck da ruhig ein bisschen Energie in so eine Anwaltsgeschichte - das lenkt zu allem auch ein bisschen von dem Blödian ab.

glg
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Alt 29.05.2011, 12:29   #3
kathrin007
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AW: wie finde ich zu mir selbst...

@frenzen:
Das mit den Anwälten ist hoffnungslos.
Hab meine Scheidungsanwältin, eine weitere Scheidungsanwälting und noch einen Anwalt gefragt. Pacta sunt servanda...
Das Risiko und die Kosten eines Prozesses sind sehr hoch.
Sowohl Ehevertrag als auch Schenkung waren notariell beglaubigt.
Da müsste ich schon unzurechnungsfähig gewesen sein und selbst wenn ich es war, müsste ich ein ärztliches Attest bringen.
Es ist hoffnungslos - das mit dem Geld.
Aber es nagt - tierisch.
War schon ein schöner Batzen Kohle...

Nur 1% davon und mir ginge es wesentlich besser...
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Alt 29.05.2011, 12:56   #4
frenzen
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AW: wie finde ich zu mir selbst...

@kathrin, in den letzten Jahren gab es eine ganze Reihe an Urteilen, bei denen die Eheverträge als nichtig erklärt worden sind. Und zwar ganz explizit mit der Begründung, dass ein "einseitiger Verzicht auf Kindesunterhalt" sittenwidrig sei. (Beispiele: "Ein Ehevertrag, der einseitig einen Ehepartner benachteiligt, kann nichtig sein", "Ehevertrag ungültig - Geschiedener darf nicht zum Sozialfall werden"...

Das pauschale "pacta sunt servanda" ist deswegen einfach sachlich falsch, meine ich - denn sittenwidrige Verträge sind schlicht nichtig. Mach doch einfach noch mal einen Anlauf, vielleicht in einer größeren Stadt? Vielleicht hat sich die Gesetzeslage einfach verändert oder die von Dir befragten Anwälte/Anwältinnen waren nicht ganz auf dem Stand der Dinge.

PS: und das ärztliche Attest - wenn Du nach der Trennung in einem nicht geschäftsfähigen Zustand warst, dann lass Dir das doch attestieren. Keine Angst vor sowas...
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Alt 29.05.2011, 18:51   #5
kathrin007
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AW: wie finde ich zu mir selbst...

@frenzen:
die Anwälte meinten, es gebe schon gewisse Chancen, andererseits käme es immer auf die Richter an...
Und aufgrund der Höhe des Streitwertes wären die Prozesskosten enorm hoch.
Der Rechtsschutz übernimmt das nicht.
Und ich kann es nicht bezahlen...

Kindesunterhalt zahlt er ja, nur Ehegattenunterhalt war ausgeschlossen. Und wir hatten Gütertrennung.
Ich hätte ihm zusätzlich sogar noch nach neuer Rechtslage die Hälfte meiner Rentenansprüche abtreten müssen, weil ich berufstätig war, er nicht... (er hat privatgeschäftlich seine Häuser saniert...), aber da war er zum Glück "großzügig" und hat drauf verzichtet...

So lange nach der Trennung kann ich mir kein Attest mehr ausstellen lassen. Das hätte ich spätestens 1-2 Wochen danach machen müssen. Das geht nicht mehr, hab ich mich auch erkundigt...

Klar, meinten die Anwälte mit Stirnrunzeln, der Ehevertrag sei schon nahe an der Sittenwidrigkeit...
Dennoch wären die Chancen 50:50 und die Kosten sehr hoch...

Nun, Sozialfall bin ich auch nicht. Es geht schon soweit.
Andere mit meinem Gesamteinkommen wären sicher froh.
Aber ich war in meiner Ehe einen recht hohen Standard gewohnt.
Und meine Miete ist sehr teuer. Ich musste damals sehr schnell bei meinem Ex raus und schnell was finden, ich wollte in "meinem" Stadtteil bleiben und ich wollte nicht in irgendein renovierungsbedürftiges Loch. Da "blieb" nur diese Wohnung, die ich sehr liebe, die aber die Hälfte meiner Gesamteinkünfte frisst...

Also: ich jammere auf einem sehr hohen Niveau.
Ich bin an allem, was mir passiert ist selber schuld.
Das weiß ich.
Es macht es aber nicht besser... für mich
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Alt 30.05.2011, 05:58   #6
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AW: wie finde ich zu mir selbst...

Zitat:
Irgendeiner von euch hat mal geschrieben, man muss sich selbst verzeihen, man muss sich selbst lieben, und noch mehr.
Liebe Kathrin, ich hab das geschrieben und ich wusste dass es noch nicht bei dir angekommen ist. Nun offenbar schon und ich möchte dir gerne auch helfen aber bitte dich um etwas Geduld. Ich will dir gern ausführlicher antworten und habe momentan die Zeit nicht. Ich melde mich später nochmal in diesem Thread.
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Alt 30.05.2011, 16:11   #7
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AW: wie finde ich zu mir selbst...

Ich kann frenzen’s Rat nur beipflichten, nicht einigeln, sondern rausgehen ist die Devise. Ran an den Mann, rein ins Leben und nimm dir immer Freunde mit, somit kannst du im behütenden Kreis deiner Lieben wieder zu dir selber und Anschluss an andere finden, ohne dass es noch derbere Beulen gibt als die, die du ohnehin schon hast. Was die Arbeit an dir selber betrifft, das wird ein schwerer Brocken, denn ich weiß wie du dich jetzt fühlst und kann mir gut vorstellen was in dir vorgeht. Momentan kannst du wahrscheinlich noch gar nicht so genau erfassen, was er dir eigentlich angetan hat bzw. du zugelassen hast. Als ich damals an dem Punkt war habe ich ihm kurz nach der Trennung mehr verziehen, als ich es ein halbes Jahr später, bei nüchterner und objektiverer Betrachtung getan habe. Auch das ist normal, er hat dich dermaßen bearbeitet, dass du an allem zweifelst und natürlich zu aller erst an dir. Das muss nun aufhören. Fasse wieder Vertrauen zu dir selbst, zu deinen Handlungen, Intuitionen und Entscheidungen. Lerne nicht zu bereuen was du getan hast, es hat dich immerhin hierher gebracht und auch wenn du momentan den Nutzen dessen nicht erkennen kannst, später wirst du ihn erfahren, wenn du mit erstarktem Selbstwertgefühl durch die Welt gehen kannst und sagen kannst: Mit mir nicht mehr! So was lasse ich mir nie wieder gefallen! Im selben Zuge musst du dir verzeihen können, führe Dialoge mit dir selbst, klingt bescheuert ich weiß aber mir hat's geholfen. Ich stand also damals jeden Morgen vor dem Spiegel, habe mir in die Augen gesehen und mir Mantra artig vorgebeten: Ich bin der wichtigste und wertvollste Mensch in meinem Leben, Ich setzte meine Grenzen, sorge dafür dass sie akzeptiert werden und akzeptiere auch die Grenzen anderer. Was mir damals auch gut geholfen hat, war das Blockaden lösen mit Hilfe einer Kinesiologin. Wenn du noch Fragen hast, oder genauer wissen möchtest wie es mir damals ergangen ist schreib mir einfach eine PN.
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Folgender Benutzer sagt Danke zu de facto für den nützlichen Beitrag:
Tuckerzoertchen (30.05.2011)
Alt 30.05.2011, 16:25   #8
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AW: wie finde ich zu mir selbst...

de facto hat's hervorragend beschrieben
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"Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe." - René Descartes
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Alt 30.05.2011, 19:17   #9
kathrin007
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AW: wie finde ich zu mir selbst...

Hallo de facto,

ich sehe jetzt schon so vieles, was Scheiße war. Bin aber seit gestern auch so was von wütend.

Er hat noch nicht mal alle Sachen draußen aus meiner Wohnung und trifft sich schon wieder mit anderen Weibern.

So was von scheinheilig.
Sind alle Männer so? Bloß keine Zeit verlieren...?
Mein Ex-Mann hat mir bei der Trennung noch beteuert, ich wäre seine große Liebe gewesen und er hätte mit mir alt werden wollen und eine Woche später hatte er ne Neue.

Mein Ex-Freund scheint jetzt ganz genauso zu sein.
Es ist nicht zu fassen.
Aus den Augen aus dem Sinn.

Und wegen dieser verdammten Wut im Bauch sehe ich grad eh alles, was schlecht war.

Ich sehe damit aber auch, dass ich letztendlich die letzten eineinhalb Jahre von unseren zwei Jahren vergeudet und zum Fenster rausgeschmissen habe.

Auch das tut weh.
Man hätte so viel vermeiden können, wenn ich nur vorher schonmal so standhaft geblieben wäre...

Das mit dem Rausgehen mit Freunden, sich nicht einigeln ist nicht so einfach mit Kindern.
Unter der Woche, wenn sie im Bett sind, so ab 21.00 Uhr bis ich später selbst im Bett bin, bin ich eben einfach alleine.
Und wenn nicht grade WWM oder GNTM in der Glotze kommt, bin ich nur am grübeln und heulen.

An den Wochenenden habe ich entweder die Kids und muss mich aufraffen, was zu unternehmen mit ihnen.
Oder sie sind bei meinem Ex, da könnte ich mich dann mit Freunden treffen. Ist nur nicht immer so genau zu timen, dieses zweite Wochenende, dass da genau dann jemand kann... So viele sind es wie gesagt nicht.

Ich habe einen 400-Euro-Job bei einem Partyservice, da stürze ich mich auf Termine für jedes zweite Wochenende, gibt da aber auch nicht immer was.

Wenn ich gegen Ende Juni meine neue Stelle anfange, habe ich sicher genug zu tun, um mich abzulenken.

Nun habe ich aber erstmal übermorgen meinen letzten Arbeitstag bei meiner alten Stelle, bei der ich rausgeekelt wurde von meinem Chef. Da war ich 11 Jahre in der Firma, aber ich bin ihm zu bissig, zu kritisch, ich hab ihn durchschaut, er ist erst seit 2 Jahren da, aber nur ein Dampfplauderer, nur beim mich rauskriegen, da hat er nicht dampfgeplaudert, das hat er geschafft.

Das schmerzt auch sehr und vor allem graut mir schon vor den nächsten 3 Wochen "Resturlaub" ohne Arbeit. Nur wenige Termine im Nebenjob. Das wird hart...
kathrin007 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.05.2011, 19:20   #10
kathrin007
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AW: wie finde ich zu mir selbst...

Was ich grade definitiv am üben bin, jeden Tag, ist lächeln.
Meine Kinder haben besorgt gemeint: Mama, deine Mundwinkel wachsen nach unten...
Nun, nachdem ich nicht aussehen will wie Angela Merkel, setze ich jeden Morgen eine Grinse-Maske auf, um diesem "körperlichen Verfall" entgegenzuwirken und zumindest fröhlicher zu erscheinen, als ich bin...
kathrin007 ist offline   Mit Zitat antworten
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